Black Mirror.

    • Black Mirror.

      Black Mirror

      Ich darf vorausschicken, dass ich mich an die wende, die diese >Serie< gesehen haben, weil eine Inhaltsangabe der Filme fehlt. Ich möchte meine Eindrücke schildern und gern auch diskutieren/ reflektieren.

      Staffel 1, Episode 1: Der Wille des Volkes.
      Der Einstieg war die bislang schwächste Folge... aller Anfang ist schwer.
      Jedenfalls erschien mir der Handlungsablauf zu konstruiert und erzwungen, um wirklich authentisch rüberzukommen. Als Idee sicher nicht schlecht, ich meine, ein Schwein, da muss man auch erst mal drauf kommen, nur hat es mich nicht überzeugt.

      Staffel 1, Episode 2: Das Leben als Spiel
      Die Situation erscheint zunächst gänzlich surreal. Auch im Laufe der Handlung ist nicht klar geworden, wo sie sich abspielt. Klar herausgearbeitet wurde die Sinnfreiheit der Existenz in der Abhängigkeit von Medien und die Bedrohlichkeit, die sich in den Reaktionen der vernetzten Masse manifestiert. >Kafkaesk< war mein erster Gedanke. Ganz erschlossen hat sich mir nicht, ob diese Betätigung auf dem Fahrrad, die scheinbar die einzige >Arbeit< darstellte, dazu diente die Stromversorgung und damit die Lebensgrundlage zu sichern.

      Ich kann mir auch vorstellen, dass die Assoziation zu Dieter Bohlen (und den anderen Talent- Shows dieser Welt) nicht ungewollt war...

      Staffel 1, Episode 3. Das transparente Ich
      Das war absolut überzeugend.

      Nun ja, irgendwas ist da schief gelaufen, jedenfalls habe ich erst mit Staffel 3 angefangen...

      Staffel 3, Episode 1: Abgestürzt
      Durchaus vorstellbar. Wenn man sich das Verhalten der Teenager anschaut, wie sie ihren sozialen Status an der Menge ihrer Facebook - >Freunde< messen, ist das zwar stark überzeichnet, es wird aber deutlich, was der Film ausdrücken möchte. Die Beleidigungen in der Schluss- Sequenz waren zwar noch etwas holprig aber mit etwas Übung...

      Staffel 3, Episode 2: Erlebnishunger
      Gerade gesehen und es war verwirrend. Was nicht negativ gemeint ist, sondern sich auf die Tatsache bezieht, dass mir noch nicht ganz klar ist wo die Simulation anfängt. Ich werde es noch einmal ansehen müssen.

      Mein Fazit bislang: Absolut sehens- und empfehlenswert.
      Wahrheit ist ein Chamäleon

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von elvira_unverzagt ()

    • Staffel 1, Ep 3 ist genau eine der Folgen die ich meine. Ich kann mir das nur zu gut vorstellen! Google Glas in seiner Endausbaustufe. Gerade auch die Kontrolle am Flughafen kann ich mir nur zu gut vorstellen. Am Besten gleich mit Upload auf einen Behörden- und/oder Firmenserver, zur späteren Auswertung.

      Aber schau mal noch Staffel 2, ich fand die auch sehr überzeugend. Die zweite Episode davon ist interessant. Aber auch Ep. 1 und 3 sind nicht übel, decken aber sehr unterschiedliche Bereiche ab. ;)

      Das Special ist auch krass, sehr sehenswert!
      "I do so enjoy my vork..." --- Heinrich Boerner
      "Everything's okay here folks. Nothing to see..." --- Roy Merritt - The Burning Man
    • toby schrieb:

      Staffel 1, Ep 3 ist genau eine der Folgen die ich meine. Ich kann mir das nur zu gut vorstellen! Google Glas in seiner Endausbaustufe. Gerade auch die Kontrolle am Flughafen kann ich mir nur zu gut vorstellen. Am Besten gleich mit Upload auf einen Behörden- und/oder Firmenserver, zur späteren Auswertung.
      Dem kann ich mich nur anschließen. Wie gesagt, die Geschichte entwickelt sich eigentlich aus sich selbst heraus. Da ist alles stimmig, man stößt sich nicht an Ungereimtheiten. Schön gemacht.



      Ich habe dann auch die 2. Staffel nachgeholt.



      Staffel 2, Episode 1: Wiedergänger

      Mal eine neue Facette eines eher bekannten Themas. Gerade die Stadien des Experimentes und die damit verbundene Unvollkommenheit, machen den Reiz dieser Geschichte aus. Die Protagonisten bringen die Zerrissenheit der Charaktere sehr gut zum Ausdruck. Hat mir gut gefallen, nur der Schluss war ein wenig… gewöhnungsbedürftig. Sie hätte ihn springen lassen sollen.


      Staffel 2, Episode 2: Böse Neue Welt

      Zunächst verschließt sich die Handlung gänzlich dem Verständnis des Betrachters… also mir. In der Retrospektive versucht sich der Film zwar selbst zu erklären, lässt den Zuschauer aber unbefriedigt zurück. Was ich gesehen habe, hatte mit Strafvollzug, was man intuitiv vermuten möchte, eigentlich rein gar nichts zu tun. Es erinnert mehr an das biblische Fegefeuer, in dem die Verfehlungen immer wieder >durchlebt< werden müssen.

      Wenn evtl. jemand (Toby?!) eine stimmigere Interpretation anbieten kann… meine ungeteilte Aufmerksamkeit ist ihm/ ihr zugesichert.


      Staffel 2, Episode 3: Die Waldo-Kandidatur

      Also, wenn man jetzt nicht wüsste, dass diese Episode bereits 2013 über die Britischen Bildschirme flimmerte, könnte man meinen, der Autor hätte den amtierenden Präsidenten der USA im Hinterkopf gehabt. Es stellt sich unwillkürlich der Glaube an hellseherische Fähigkeiten ein…

      Der Rest muss noch ein wenig warten.
      Wahrheit ist ein Chamäleon
    • Die Folge war natürlich sehr krass. Habs mir nach 3/4 schon sowas Ähnliches gedacht, aber es mal zu sehen, sehr interessant.

      Finde ich dieses "Rechtssystem" nun gut oder nicht? Hmm. Ja, ich finde es gut, wenn denn der Bestrafte sich auch bewusst ist, dass für etwas bestaft wird, was er bewusst getan hat, die Erinnerung dran hat.

      Ich gehe auch davon aus, dass dies auch ein Einzelfall ist, da ja nicht mehrere Studios existieren (sonst wohl weniger Laufkundschaft, hab die Serie vor einiger Zeit gesehen, mir ist nicht mehr jedes Detail klar). es also auch eine abschreckende Wirkung der Öffentlichkeit gegenüber hat.

      Müssen die Zuschauer da sein? Geht es auch nicht anders? Ja, find ich okay, kosten werden gedeckt?!

      Es ist halt krass. Wenn das "aber" nicht wär, stände ich 100% dahinter. Bin übrigens bei wirklichen Straftaten wie Mord usw. für jegliche bekannte Bestrafung, auch wenn ich als Land damit nicht in die EU kommen würde *hust*
    • Sodele… ich lebe noch.


      >Ja, ich finde es gut, wenn denn der Bestrafte sich auch bewusst ist, dass für etwas bestaft wird, was er bewusst getan hat, die Erinnerung dran hat.<

      Hmm, eine interessante Herangehensweise an den Sühne- Gedanken.

      Allerdings wurde bei der Probandin das Gedächtnis gelöscht/ resettet und es wurde ihr erst im Anschluss bewusst, dass sie bestraft wurde. Wenn ich das richtig sehe, sogar in einer >Endlosschleife<, wobei endlos natürlich nicht zutrifft. Wie gesagt, mich hat es mehr an das >Fegefeuer< erinnert.


      Sollen wir uns über die Todesstrafe unterhalten…?!


      Ich habe gesehen Staffel 3, Episode 3: Mach, was wir sagen.


      Im Grundsatz halte ich diese Geschichte für möglich, von der technischen Seite aus gesehen. Allerdings habe ich zwischendurch auf den Moment gewartet, an dem einer der Protagonisten die Reißleine zieht und aus der Ereignisspirale aussteigt. Spätestens bei dem Raubüberfall fangt die Glaubwürdigkeit an zu bröckeln.



      Staffel 3, Episode 4: San Junipero.


      Wow!
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    • Ich fand die Folge überhaupt nicht gut bzw. habe anfangs überhaupt nicht gecheckt, was er da eigentlich geschaut hat. Ich dachte erst er würde "normale" Pornos schauen, darum war ich die ganze Zeit am Kopfschütteln. Ich mein, ist ja nichts bei.

      Ende war okay und hart, hat mir gefallen, sonst eher nicht.

      San Junipero sowieso meine Lieblingsfolge gewesen.
    • Uff, ich hab mir die erste Episode der 4. Staffel jetzt auch angesehen... Bin etwas zwiegespalten ob dieser Folge.
      Einmal ist da der technische Aspekt (jaja), wieso kann man aus einer Genprobe auch die Erinnerungen ableiten?! Und wieso ist es möglich das ein Spieler nicht mehr raus kommt aus dem Spiel? Gibts da keine Failsafe-Einrichtungen usw?

      Dann der ethische Aspekt: Wie ordnet man das ein was er da macht? Er lebt seine Allmachtsfantasien aus, ja, aber eben virtuell. Sind die digitalen Kopien echte Menschen? Macht er was verbotenes?
      Wenn man jetzt davon ausgeht, das die digitalen Charaktere "echte" Menschen sind, dann ist der Typ definitiv krank und gehört behandelt und nicht quasi ermordet. Da er auch nicht merkt, wie er seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird (sein Gerede über die Starfleet und wie man sich als diese zu verhalten hat) hat der definitiv ein Problem. Aber ich denke auch das er diese digitalen Charaktere eben nicht als Menschen sieht, sondern als Simulationen.
      Zum anderen sollte man auch die "echte" Realität betrachten. Gerade der andere Chef ist sicherlich mit Schuld das der da sowas macht. Ich kann das gut nachvollziehen, ich hatte selber schon diverse Rachefantasien für Leute die mich gemobbt haben. Die anderen Charaktere benehmen sich auch nicht sonderlich nett. Lediglich die letzte Frau war nett zu ihm, daher verstehe ich da seine Motivation nicht wirklich, bis auf das belauschte Gespräch und das als Grund deutet eher wieder auf ein psychologisches Problem hin.

      Im Prinzip versteh ich die Moral der Folge nicht ganz? Was will mir diese Folge wirklich sagen? Das man keine digitalen Wesen quälen darf? Das es absolute Macht selbst im "Cyberspace" nicht gibt? Das es oft ungesunde Arbeitsbedingungen gibt? Das Nerds auch eine dunkle/böse Seite haben? Das man seine Rachefantasien auch virtuell nicht umsetzen darf?
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    • toby schrieb:

      … wieso kann man aus einer Genprobe auch die Erinnerungen ableiten?!

      Ist halt >Black Mirror< Technologie… und das in einem schicken kleinen Kasten.

      toby schrieb:

      Und wieso ist es möglich das ein Spieler nicht mehr raus kommt aus dem Spiel? Gibts da keine Failsafe-Einrichtungen usw?

      Ich habe das so interpretiert, dass die Modifikationen, die der >Kapitän< an seinem Spiel vorgenommen hat, durch das Update gelöscht wurden. Wie sich im Handlungsverlauf gezeigt hat, erfolgte der Zugang ja nicht über das User- Interface. Er war also gar nicht im Spiel angemeldet und wer programmiert schon einen Notausgang, für Personen die gar nicht da sind.

      toby schrieb:

      Sind die digitalen Kopien echte Menschen? Macht er was verbotenes?

      Das ist eigentlich der faszinierende Aspekt an der Folge. Meiner Meinung nach. Im Grundsatz wird hier meine Überlegung aus dem Roboter- Arbeit- Thema umgesetzt, ob ein künstliches Bewusstsein möglich ist.

      Es sind sicher keine echten Menschen aber müssen sie es denn überhaupt sein? Ich würde sie als Programme definieren, die in der Lage sind, Initiative, Emotionen und Selbstreflektion zu zeigen. Macht das nicht schon ein Individuum aus?

      toby schrieb:

      Zum anderen sollte man auch die "echte" Realität betrachten.

      Hmm… Tagebuch eines Nerds?!

      toby schrieb:

      Das man keine digitalen Wesen quälen darf?

      Quäle nie ein Programm zum Scherz, denn es fühlt wie du den Schmerz…

      Nee, ernsthaft. Im Prinzip ist das eine interessante Frage, die sich mit dem Problem beschäftigt, wann >Programm< aufhört und >Wesen< anfängt.
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    • Vielleicht wollte der Captain das auch gar nicht ändern? Wo ist der "Spaß" an der Rache, wenn die Person an der du dich rächst jemand anderes ist?

      Generell fand ich das was er da gemacht hat zwar sehr fragwürdig, aber "richtig" gequält hat er seine Mannschaft ja jetzt eigentlich auch nicht, oder? Weiß nicht, die Folge finde ich echt schwierig, in vielerlei Hinsicht. Vielleicht gerade weil es mir nicht ganz klar ist wer da jetzt gut und wer da jetzt böse ist. Das ist bei anderen Folgen bisher meist klarer gewesen. Vielleicht macht es die Folge daher auch so gut? Hm.

      Im Prinzip ist es die alte "Holodeck"-Thematik von Star Trek... Was ist moralisch davon zu halten, wenn du auf dem Holodeck z.B. eine Frau vergewaltigst? Was wenn du diese Frau wie deine Ex aussehen lässt? Was wenn du ihr auch noch das "Wesen" deiner Ex einprogrammierst? Das wurde in ST nie behandelt, das war ja immer sehr sauber usw. Aber stellt euch mal diese Technologie, oder auch die aus dieser Folge, vor... was ließe sich damit alles machen! Deinem Chef, den du hasst, einfach mal eine reinhaun? Den Mobber aus der Schule mal so richtig verprügeln?

      Und die Ansätze sind ja schon da. Schon jetzt kann man per VR-Brille "Cybersex" haben. Wie handhaben wir das? Wie gehen wir damit um, das so z.B. jeder Sex mit jedem beliebigen Star haben kann (im Sinne davon, das jemand den Kopf/Körper dieses Stars ohne dessen Einwilligung auf nen VR-Sex-Darsteller draufklebt)? Recht am eigenen Bild?
      Und wie möchte man das verhindern? Aktuell ist das alles noch nicht so wirklich relevant, aber ich denke in 20 Jahren sieht das schon deutlich anders aus und dann kann vmtl. jeder mit wenig Aufwand sich seine 3D-Modelle für VR-Darstellungen selber basteln.

      Wieso muss ich da immer so an die dystopischen Filme denken? Wo alles voll mit Neon-Reklame ist, es ständig regnet und generell alles sehr düster ist? ;)
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      Hmm… echte Menschen, die in ein Spiel integriert sind, das auf einem Computersystem läuft. Wenn ich ehrlich sein soll, kann ich diesem Gedanken nicht ganz folgen. Es könnten ein paar erklärende Sätze helfen.

      Nun, was die Rache angeht, hatte ich eher den Eindruck, dass der Kapitän eine Besatzung rekrutiert hat und der Vergeltungsgedanke nicht im Vordergrund stand. Ich habe aber durchaus angenommen, dass er seine Crew hart rangenommen/ gebrochen hat, bis sie ihm nach der Pfeife tanzten. Die Verwandlung in ein Monster, die Ermordung des Sohnes Tommy und nicht zuletzt die Entstellung des Gesichtes (eindeutig bei Matrix geklaut) beim Neuzugangs lässt diesen Schluss zu.

      >Holodeck< ist da natürlich genau das richtige Stichwort. Wenn ich mich recht an diese Folge erinnere, in der Data und La Forge Sherlock Holmes und Dr. Watson >gespielt< haben und La Forge den Computer aufgefordert hat, einen Gegner zu erschaffen, der Data ebenbürtig ist. Der Antagonist war dann Prof. Moriarty. Jedenfalls hat der Computer einen Charakter erschaffen, der dann das Schiff übernommen hat und deutlich überlegen war… ein interessanter Gedanke.

      Das nur als Übergang zu Cyberwesen, denen man eine reinhaut.
      Ich meine, es gibt ja schon >Bordelle<, die mit diesen lebensechten Puppen ausgestattet sind. Wenn ich es richtig mitbekommen habe, kosten diejenigen, die über eine Sprachsteuerung verfügen, ein Schweinegeld. Das passende Gesicht kann man denen wahrscheinlich nicht mal so eben überziehen aber was ließe sich damit alles machen…
      Wäre das Vergewaltigung oder Körperverletzung, wenn du der Puppe mal eine reinhaust? Es ist sicher realer als im Cyberspace.


      Gut, immerhin haben wir uns schon mal über diese Folge kontrovers unterhalten. Soo schlecht kann sie also gar nicht sein.


      P.S. Du siehst zu viele Filme mit künstlichen Wesen… ;)
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    • Neu

      elvira_unverzagt schrieb:

      Nun, was die Rache angeht, hatte ich eher den Eindruck, dass der Kapitän eine Besatzung rekrutiert hat und der Vergeltungsgedanke nicht im Vordergrund stand. Ich habe aber durchaus angenommen, dass er seine Crew hart rangenommen/ gebrochen hat, bis sie ihm nach der Pfeife tanzten. Die Verwandlung in ein Monster, die Ermordung des Sohnes Tommy und nicht zuletzt die Entstellung des Gesichtes (eindeutig bei Matrix geklaut) beim Neuzugangs lässt diesen Schluss zu.
      Aber warum der Aufwand wenn es nicht um Rache oder zumindest das Ausleben von Machtfantasien geht? Wenn er nur eine Crew haben wollte, hätte er doch einfach sich selber klonen können oder halt welche generieren?
      Mir kam es schon so vor das es ihm wichtig war, das er da Macht hat über die, die ihn im echten Leben (vermeindlich oder real) nicht ernst nehmen oder lächerlich machen.
      Und einmal hat er sich ja auch richtig "ausgelebt", wo er den anderen Chef gewürgt hatte und dann als Fußschemel missbraucht. Da war schon sehr viel "jetzt räch ich mich an dir" drin, denke ich.

      elvira_unverzagt schrieb:

      >Holodeck< ist da natürlich genau das richtige Stichwort. Wenn ich mich recht an diese Folge erinnere, in der Data und La Forge Sherlock Holmes und Dr. Watson >gespielt< haben und La Forge den Computer aufgefordert hat, einen Gegner zu erschaffen, der Data ebenbürtig ist. Der Antagonist war dann Prof. Moriarty. Jedenfalls hat der Computer einen Charakter erschaffen, der dann das Schiff übernommen hat und deutlich überlegen war… ein interessanter Gedanke.
      Die Folge fand ich einerseits gut, andererseits tritt da wieder das typische Star Trek Problem auf: Der Superstrahl der vorangegangenen Folge, der alle Probleme löste, ist danach gleich wieder vergessen. Wenn es ausreicht, dem Computer zu sagen das er eine künstliche Intelligenz erschaffen soll die schlauer als Data ist, warum macht man das nicht und hat danach einen Computer der alle auftretenden Probleme löst? Klar, aus Sicht der Drehbuchautoren wäre das natürlich nix, wenn da ein Computer schlauer als alle anderen zusammengenommen ist und die Lösung schon kennt bevor der Warbird sich komplett enttarnen konnte. ;)
      Wobei, vielleicht ist der Computer ja intelligent und sagt das bloß niemandem... oder warum bleiben die Türen auf der Enterprise immer genau so lange offen wie benötigt? Als ob die Tür wüsste, was die Person die sie benutzt machen möchte... :D

      elvira_unverzagt schrieb:

      Das nur als Übergang zu Cyberwesen, denen man eine reinhaut.
      Ich meine, es gibt ja schon >Bordelle<, die mit diesen lebensechten Puppen ausgestattet sind. Wenn ich es richtig mitbekommen habe, kosten diejenigen, die über eine Sprachsteuerung verfügen, ein Schweinegeld. Das passende Gesicht kann man denen wahrscheinlich nicht mal so eben überziehen aber was ließe sich damit alles machen…
      Wäre das Vergewaltigung oder Körperverletzung, wenn du der Puppe mal eine reinhaust? Es ist sicher realer als im Cyberspace.
      Von solchen Bordellen habe ich noch nichts gehört? Von den Puppen hingegen schon. Muss in Japan schon wieder freakig sein, da verkaufen die sich wohl recht gut.
      Deine Frage ist echt gut... Wie ist das denn aktuell geregelt? Wenn jemand ein Bild einer missliebigen Person nimmt und das als Dartscheibe missbraucht? Ich glaub das ist strafrechtlich nicht relevant. Wenns dann so eine Puppe ist, ist das lediglich ein Schritt mehr?
      Wg. Cyberspace, das seh ich als noch einen Schritt weiter, denn da kann man noch mehr machen, im Sinne von Feedback bekommen. Eine Puppe reagiert nicht wenn man mit dem Messer drauf einsticht, im Cyberspace kann man aber dafür sorgen das die reagiert. Das ist dann noch "realer". Am "realsten" wäre wohl, wenn man das miteinander koppelt, die Puppe für den haptischen Feedback und als Overlay drüber die VR-Version.
      Oder halt direkter Brainlink wie in der Folge, aber diese Technik ist noch nicht mal wirklich abzusehen.

      elvira_unverzagt schrieb:

      Gut, immerhin haben wir uns schon mal über diese Folge kontrovers unterhalten. Soo schlecht kann sie also gar nicht sein.
      Das ist wohl wahr! Mal sehen wann ich dazu komme die nächsten Folgen anzusehen, vielleicht ergibt sich da noch mehr Diskussionspotential. ;)
      "I do so enjoy my vork..." --- Heinrich Boerner
      "Everything's okay here folks. Nothing to see..." --- Roy Merritt - The Burning Man